2010

Verkaufte Kinder – Das brutale Geschäft der Kinderprostitution

BR und ORF, 45 Minuten, Erstausstrahlung: 06.10.2010 um 19:00 Uhr, BR

Sex mit einem Mädchen von 14 oder 15 Jahren kostet an der Grenze zu Thailand umgerechnet drei US-Dollar: Das entspricht dem Preis einer Flasche Bier in der nächsten Schänke. In der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh bieten Taxifahrer selbst achtjährige Mädchen für Liebesdienste an.

Die Dokumentation zeigt Ursachen der Kinderprostitution, Armut und Unwissenheit. Der Film führt auf den Straßenstrich in Kambodscha und in die „Strandbörsen“ Sri Lankas, in Kinderbordelle und in ominöse Gästehäuser, in denen Laufstege mit so genannten Models stattfinden. Er zeichnet mit versteckter Kamera Gespräche mit Menschenhändlern auf und befragt verurteilte Sexualstraftäter, die in fernöstlichen Gefängnissen einsitzen.

Der Filmemacher Marcel Bauer zeigt in dieser Dokumentation aber auch Auswege aus der Kinderprostitution. In Kambodscha wie auf Ceylon haben Salesianer Don Boscos, ein katholischer Sozialorden, der auf Ausbildung von Kindern und Jugendlichen spezialisiert ist, handfeste Programme entwickelt, die Kinderschändern das Handwerk legen und den Opfern die Rückkehr in ein normales Leben erlauben.


Augustinus – Der Wahrheitssuchende

BR, 45 Minuten, Erstausstrahlung: 24.03.2010 um 19:00 Uhr

Leidenschaft und Vernunft. Wie bei keinem anderen Heiligen treffen bei Augustinus Gegensätze aufeinander. Erst nachdem er alle weltlichen Seiten des Lebens ausgekostet hat, findet er seinen Weg zu Gott.

Die wichtigsten Stationen der Biographie Augustins werden in aufwändig produzierten Spielszenen erzählt. Anerkannte Augustinusspezialisten stellen Bezüge zu heute drängenden Fragen her: Inwiefern können die Menschen, auf ihrer Sinnsuche, heute noch von der Wahrheitssuche Augustins profitieren – oder, ob die Verbindung von Vernunft und Glauben in einer, heute vermeintlich, völlig aufgeklärten Welt noch möglich ist?

Ein Film von Juri Köster.


Adventszeit – Stresszeit. Vom Ende der Besinnlichkeit

ORF und BR, 45 Minuten, Erstausstrahlung: 23.11.2010, ORF2

„Staade Zeit“ wird der Advent gern genannt, dabei kommt in den Wochen vor Weihnachten ein Aktionismus auf, dem sich kaum jemand entziehen kann: „Immer mehr, immer früher, immer lauter, immer bunter“…. – kein Wunder, dass für viele Adventszeit „Stresszeit“ bedeutet.

Die 45-minütige Dokumentation „Der Lärm der stillsten Zeit“ (ORF) – „Adventszeit – Stresszeit. Vom Ende der Besinnlichkeit“ (BR) spürt den Widersprüchen im Advent nach, zwischen Liturgie, Bräuchen und Wirtschaftsinteressen, zwischen besinnlicher Vorbereitung und Jahresendspurt, zwischen Fremd- und Selbstbestimmung. Es geht um bewusste, vielfach aber auch unbewusste Mechanismen dieser besonderen „Jahreszeit“.

Ein Film von Georg Antretter.


Wohin mit den Toten

BR, 45 Minuten, Erstausstrahlung: 03.11.10 um 19:00 Uhr

In Deutschland sterben jährlich zwei Großstädte wie Augsburg und Nürnberg zusammen weg.

Rund um die letzte Ruhestätte gibt es daher in unserer Gesellschaft inzwischen eine ganze Industrie, die bei den Angehörigen für ihre Dienste wirbt. Da fällt eine Entscheidung nicht immer leicht.

Michael Wandt begleitet in seiner Dokumentation Menschen, deren Geschäft der Tod ist.

Ob bei einer Beerdigung auf einem Berg, bei der Diamantherstellung mit Asche, bei einer anonymen Urnenbestattung oder der eher üblichen Erdbestattung – durch die Augen der Kamera erhalten wir einen Überblick über das vielseitige Angebot für die letzte Reise…

Ein Film von Michael Wandt.