2011

Caroline Link – Mein Leben

SWR und Arte, 44 Minuten

Caroline Link ist eine der erfolgreichsten Filmregisseurinnen Deutschlands. Seit ihrem Debut mit dem Gehörlosen Drama „Jenseits der Stille“ von 1996 wurde sie mit zahlreichen Filmpreisen ausgezeichnet. 2003 erhielt sie für „Nirgendwo in Afrika“ den Oscar für den besten fremdsprachigen Film. Zum ersten Mal wurde eine Frau für die beste Regie ausgezeichnet. In dem Film „Caroline Link – Mein Leben“ beschreibt die in Bad Nauheim geborene Regisseurin ihren Lebensweg und ihre Unsicherheiten als Künstlerin mit einer ungewöhnlichen Offenheit.

Ein Film von Reiner Holzemer.


Der Marathonmann – Bruder Lothars Kampf gegen den Kinderhandel

ARD 30 Minuten, BR 45 Minuten, Erstausstrahlung: 17.04.2011, 17.30 Uhr im Ersten

Seine Bestzeit beträgt drei Stunden, neun Minuten und 43 Sekunden. Der Salesianer Lothar Wagner läuft leidenschaftlich gerne Marathon. In Freetown, der Hauptstadt Sierra Leones, ist der Deutsche bekannt wie ein bunter Hund.

Bruder Lothar kümmert sich um Straßenkinder und geht gegen Menschenhandel vor.

Damit macht er sich viele Freunde – aber auch zahlreiche mächtige Feinde. „Der Marathonmann“, ein Film von Marcel Bauer, zeichnet ein einfühlsames Porträt des außergewöhnlichen Kirchenmannes.

Ein Film von Marcel Bauer.


Ich+Du=Wir – Von Empathie und Mitgefühl

BR alpha, 45 Minuten, Erstausstrahlung: 02.06.2011 um 21.45 Uhr

Der Spielfilm „Empathie – Stumme Schreie“ erzählt in drei Episoden, welche Auswirkungen der Mangel an Empathie im zwischenmenschlichen Zusammenleben haben kann.

Anhand der fiktiven Spielfilmgeschichten greift diese Dokumentation einige Aspekte von Empathie auf, und zwar vor allem im positiven Sinne: Zeigt der Spielfilm „Wie ist es ohne Empathie?“, so zeigt die Dokumentation „Wie ist es mit Empathie“? Auf diese Weise dienen die fiktiven Spielszenen als Ausgangspunkt für die Grundfrage der Dokumentation: Was ist Empathie eigentlich und was steckt hinter dem Phänomen der Einfühlungsgabe?

Ein Film von Daniela Agostini.


making of „Die Konterrevolution“

BR-alpha, 25 Minuten, Erstausstrahlung: 19.05.2011 um 20.15 Uhr

Der Erste Weltkrieg endete für das Deutsche Reich demütigend. Die harten Bedingungen des Versailler Friedensvertrags trafen den Kriegsverlierer Deutschland schwer. Rechtskonservative Kräfte gaben der neuen demokratischen Regierung die Schuld an dieser Schande und drohten die frischgebackene Demokratie der Weimarer Republik zu stürzen: Der „Kapp-Lüttwitz-Putsch“ im Jahre 1920 war der erste Versuch dies zu tun.

Darum geht es in Bernd Fischerauers neuem Film „Konterrevolution“. Wie macht man einen Film, der diese spannenden Vorgänge erzählt? Wie kam es überhaupt zum Putsch, was passierte genau in den Tagen des Staatstreichs? Diesen Fragen will das „Making Of“ von Regisseur Barry Thomson auf den Grund gehen.

Ein Film von Barry Thomson.


making of… „Die Machtergreifung“

BR alpha, 45 Minuten

Abermillionen von Toten, Millionen Vertriebene – Deutschland liegt nach dem Zweiten Weltkrieg in Scherben. Das ist die schreckliche Bilanz der zwölfjährigen Herrschaft der Nationalsozialisten. Wie konnten die Nazis, die Deutschland in den Untergang führten, überhaupt an die Macht gelangen? Dieser Frage geht Bernd Fischerauers Dokumentarspiel „Machtergreifung“ detailgetreu nach. Und wie macht man einen Film, der ein so komplexes Thema, wie den Aufstieg der Nazis minutiös nacherzählt? Das „Making Of“ von Regisseur Barry Thomson geht dieser Frage auf den Grund. Sein Film ergänzt das Dokumentarsspiel mit Hintergrundinformationen zum Dreh und vertieft die historische Perspektive auf die Ereignisse von damals.

Ein Film von Barry Thomson.


Ankunft München Gleis 11 – Gastarbeiter und ihre Geschichten

BR, 44 Minuten, Erstausstrahlung: 13. November 2011, 22.45 Uhr, BR

Sie kamen aus Italien, Griechenland, der Türkei oder Jugoslawien. Eigentlich haben die so genannten Gastarbeiter kaum etwas gemeinsam – wäre da nicht ein Bild, das sie alle im Kopf haben, wenn man sie nach dem ersten Eindruck bei ihrer Ankunft in Deutschland fragt: das Gleis 11 und der Bunker im Münchner Hauptbahnhof.

Als Nicolo Pau 1960 von Sardinien aus in den Zug nach Deutschland stieg, wollte er sich in der Fabrik eigentlich nur das Geld für seine heiß ersehnte Ducati verdienen und dann wieder zurück nach Italien. In München aber verliebte er sich und aus dem Motorrad wurde ein Kinderwagen.

Der Film von Fatema Mian und Michaela Wilhelm-Fischer erzählt vier Lebensgeschichten. Er zeigt, wie aus Nummern Menschen wurden und wie die Schlagerwelt die Gastarbeiter für sich entdeckte.