2012

Juergen Teller – Fotograf

Arte und BR, 44 Minuten, Erstausstrahlung: 03. März 2012, Arte

Juergen Teller ist einer der erfolgreichsten Modefotografen der Gegenwart. Berühmt wurde er durch seine Aufnahmen von Kurt Cobain (Nirvana) und die Bildserie „Versace Heart“ mit dem amerikanischen Model Kristen Mc Mennamy. Seit mehr als 20 Jahren gestaltet er die außergewöhnlichen Kampagnen des amerikanischen Designers Marc Jacobs. Teller ist auch ein produktiver Kunstfotograf. Er hat zahlreiche Bücher veröffentlicht und zeigt seine oft autobiografischen Arbeiten regelmäßig in Ausstellungen. Der Film zeigt Teller bei Modeshootings mit Helena Bonham Carter und Vivienne Westwood, sowie beim Fotografieren eines eigenen Projektes mit Lily Cole und David Blaine.

Ein Film von Reiner Holzemer.


Breathing Earth – Susumu Shingus Traum

Nach RIVERS AND TIDES, TOUCH THE SOUND und SEELENVÖGEL der neue Film von Thomas Riedelsheimer.

Eine Reise durch die Welt mit dem japanischen Künstler Susumu Shingu auf der Suche nach inneren und äußeren Orten und der Energie von Wind und Wasser.

Zur Kinofassung (Schnitt: Thomas Riedelsheimer, 94min) wurde noch eine zweite Fassung für das Fernsehen geschnitten (Schnitt: Hauke von Stietencron, 52min).


Jardin en el Mar

Regie: Thomas Riedelsheimer

„Ich liebe die Idee eine Geschichte zu zeigen und die Natur verleibt sie sich dann ein, versteckt sie und doch bleibt sie präsent.“

Die renommierte spanische Künstlerin Cristina Iglesias (Großer Kunstpreis Berlin 2012) möchte auf die unberührte Schönheit der Natur im Golf von Kalifornien/Mexiko aufmerksam machen und plant ein raumgreifendes Kunstwerk in der Unterwasserwelt. Dafür erforscht sie die Inseln des Golfs, lernt tauchen und überzeugt am Ende alle Beteiligten von ihrer Idee: einer in Beton gegossenen mythischen Geschichte, die dem Meer übergeben wird.

Der Film dokumentiert über 4 Jahre die Leidenschaft und den Kampf einer Künstlerin für ihr Kunstwerk und führt uns an einen zauberhaften Ort unter dem Meeresspiegel.

Zur Kinofassung (Schnitt: Thomas Riedelsheimer, 68min) wurde noch eine zweite Fassung für das Fernsehen geschnitten (Schnitt: Hauke von Stietencron, 52min).


Alles kommt aus dem Schwarz und verliert im Weiss

ZDF und Arte, 52 Minuten, Erstausstrahlung: 28. Mai 2012, Arte

„Alles kommt aus dem Schwarz, um sich im Weiß zu verlieren,“ dieses Zitat des Mathematikers Louis-Bertrand Castel dient als Leitmotiv des dokumentarischen Streifzugs durch die schwarz-weiße Kunstgeschichte von Malerei, Fotografie und Film, den die Filmemacher Reiner Holzemer und Thomas Honickel in ihrem Dokumentarfilm unternehmen. Denn Schwarzweiß hält sich – dem Siegeszug der Farbe zum Trotz – sowohl in der Fotografie wie dem Film bis heute. Und nach wie vor gibt es Künstler, die sich ausschließlich dem Weiß oder dem Schwarz in ihrem Werk widmen.

Der Dokumentarfilm gleicht einer Reise durch einen faszinierenden Schwarzweiß-Kosmos. Was macht die Faszination an diesen beiden Farben aus? Neben den bildenden Künstlern Pierre Soulages, Günther Uecker, Robert Longo und Karin Sander und den Fotografen Anton Corbijn und Michael Schmitt geben die Filmemacher Michael Haneke, Fred Kelemen und Guy Maddin sowie der Modeschöpfer Karl Lagerfeld Auskunft über ihre Faszination und Vorliebe für Schwarzweiß.


Im freien Fall – Freya von Stülpnagel

BR (Lebenslinien), 45min, Erstausstrahlung: 08. Oktober 2012, 21.00 Uhr, BR

Am 6. April 1998 hat sich Freya von Stülpnagels Leben schlagartig verändert. Sie war gerade beim Skifahren, als sie die Nachricht ereilte, dass sich ihr Sohn Benni mit 18 Jahren das Leben genommen hatte. Benni war eigentlich das Glückskind, der Strahlemann unter den vier Söhnen, die Freya zur Welt gebracht hatte. Er verzweifelte an den Folgen einer langwierigen Virusgrippe, an den depressiven Stimmungen, die ihn über drei Monate hinweg immer wieder einholten.

Freya von Stülpnagel sagt heute, dass sie im Grunde zwei sehr unterschiedliche Leben gelebt hat. Das erste, das sie oft auch als „unbeschwert“ bezeichnet, fand vor Bennis Tod statt, das zweite danach.

Filmautor Reiner Holzemer porträtiert die Geschichte der Kieler Notarstochter, die eigentlich Psychologin werden wollte, dem Vater zuliebe aber Jura studierte. Noch während ihres Studiums gründete sie eine Familie mit vier Kindern und führte über viele Jahre hinweg, das was man eine glückliche Ehe nennt – bis Bennis Freitod sie aus dem Leben riss. „Wir dachten, wir werden nie wieder lachen können“, sagt sie über die erste Zeit nach dem tragischen Ereignis. Doch in ihrer tiefen Trauer findet sie Kraft für eine neue Orientierung. Ehrenamtlich betreut sie unter anderem verwaiste Eltern und schreibt gerade an ihrem zweiten Buch über Trauerarbeit. Damit findet sie zurück zu ihrer eigentlichen Lebensidee, anderen Menschen zu helfen.